Digitalisierung, und dann? – Einführung in die digitale Dokumentation

Die digitale Dokumentation steht nicht mehr in der Tradition der Zettelkästen mit Karteikarten. Sie nutzt standardisierte, konzeptionelle Modelle, veröffentlichte (LOD-) Norm-Vokabulare und Thesauri. Die Visualisierung, Weiterverarbeitung, Nachnutzung und Einbindung von Daten stellen unterschiedliche Anforderungen an die Dokumentation. Ein weiterer Schritt besteht in der Einbindung der Daten in das Semantic Web, z. B. durch eine Veröffentlichung als Linked Open Data. Das sind Daten, die unter offener Lizenz angeboten werden und mit anderen Daten verknüpfbar sind.

Der Workshop stellt Best-Practice-Beispiele vor und die Teilnehmer lernen Anwendungsmöglichkeiten kennen:

  • Wie werden Daten aus der eigenen Dokumentation sichtbar und auffindbar?
  • Welche Nachnutzung der Daten ist möglich?
  • Wie lassen sich eigene Daten mit anderen Portalen verbinden?
  • Welche externen Daten lassen sich sinnvoll in die eigene Dokumentation einbinden?
  • das Datenmodell RDF (Ressource Description Framework)
  • die Anwendung in einer Graphdatenbank mit Reasoning und SPARQL
  • die direkte Einbettung von Linked Open Data als RDFa in HTML der eigenen Objektpräsentation
  • verschiedene Syntaxen wie RDF-XML, JSON-LD, N3 und Turtle
  • Ontologien zur konzeptionellen und semantischen Interoperabilität
  • Mögliche Ergebnisse von Linked Open Data, wie z. B. die automatische Anzeige von Begriffen zu Konzepten in unterschiedlichen Sprachen, die Visualisierung von verknüpften Koordinaten auf einer Landkarte oder die gemeinsame Präsentationen von Objekten aus unterschiedlichen Einrichtungen

Referent

Marco Klindt ist diplomierter Informatiker und reist in Städte rund um die Welt, um Museen und Gallerien zu besuchen. Er berät und entwickelt Lösungen für Kulturerbe-Einrichtungen bei Digitalisierungsprojekten zu technischen Grundlagen, Datenmodellierung und -aufbereitung, der Datenpublikation und digitalen Langzeitarchivierung bei der Servicestelle Digitalisierung (digiS) in Berlin.

Vorkenntnisse

Bei diesen Seminaren handelt es sich um Grundlagenseminare, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Zielgruppe

Diese Seminare richten sich an Entscheider aus Kulturpolitik und Kultureinrichtungen, deren Kuratoren und Verantwortliche für Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Kulturvermittlung sowie deren Mitarbeiter, die den digitalen Auftritt ihres Hauses planen und durchführen.

Zertifikat

Nach Abschluss des Seminars erhalten die Teilnehmer ein personalisiertes Zertifikat der Pausanio Akademie.

Termin 

05. Oktober 2017, 10–18 Uhr

Mitglieder des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker erhalten eine Ermäßigung von 20% auf die Seminargebühren.

Anmeldung

http://pausanio.com/akademie/2017-digitale-museumsdokumentation/


--
Quelle: Pausanio Akademie