Reisestipendien
für die Generalversammlung der Görres-Gesellschaft in Mainz und die dortige Sektion für Kunstgeschichte

Zum Besuch der Generalversammlung in Mainz vom 29.9. bis zum 1.10.2017 bietet die Görres-Gesellschaft Stipendien für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler i.H.v. 200 € an.

Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich über unsere E-Mail-Adresse an uns wenden: verwaltung(at)goerres-gesellschaft.de

Für die Bewerbung benötigen wir ein formloses 1-seitiges Motivationsschreiben und einen CV. Darüber hinaus kann ein Empfehlungsschreiben z. B. von einem betreuenden Professor / Professorin mit eingereicht werden, dies ist jedoch nicht verpflichtend. Empfänger eines Stipendiums sollten grundsätzlich bereit sein, Mitglied der Görres-Gesellschaft zu werden.

Die Bewerbungsfrist endet am 8. September.

Die Entscheidung über die Vergabe der Stipendien trifft das Präsidium der Görres-Gesellschaft.


Programm der Sektion für Kunstgeschichte
Samstag, 30. September 2017, P 13

Kunst um 1400 am Mittelrhein: Vom Regionalen zum „Internationalen“
Der Tagungsort Mainz ist Sitz des im deutschsprachigen Raum ebenso zentralen wie weit ausgreifenden Erzbistums Mainz, dessen Erzbischof als Königsmacher im Mittel­alter stets in die Reichspolitik eingebunden war. Mainz selbst liegt in einem Raum mit großer historischer Tiefendimension, bis hin zur Römerzeit, zugleich mit überregio­­na­len Zusammenhängen im Bereich der Kunst des Mittelalters, die gerade auch in der Zeit um 1400 ganz Europa umspannten und darüber hinausgingen. Daher bot es sich in diesem Jahr an, Mainz und den Mittelrhein in der Zeit um 1400, d. h. vor dem Hin­ter­grund des "Internationalen Stils" der Gotik, kunsthistorisch auf regionale und überre­gio­nale Zusammenhänge in den Bildkünsten hin zu befragen - und zugleich die kunst­historischen Modelle bei der Re-Konstruktion dieser Verbindungen zu reflektieren. Es soll am konkreten Beispiel einer herausragenden Region und ihrer Stellung in ver­schie­denen regionalen und "internationalen" Netzwerken in einer von großräumigen Austausch bestimmten Zeit, an konkreten Beispielen, nach einem Verständnis des Überregionalen, "Internationalen" in den Künsten und darüber hinaus gefragt werden. Hier­mit bietet die Kunstgeschichte ihren Beitrag zu einer Vorgeschichte europäischer Identitäten. Zugleich eröffnet sich die Möglichkeit, neue Untersuchungen und neue Fun­de relevanter Objekte aus der Region des Mittelrheins der Zeit um 1400 zu präsen­tieren.

9.00 Uhr
Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck, Bonn: Einführung

9.15 Uhr
Dr. Juliane von Fircks, Mainz, Dr. Sascha Köhl, Mainz: Regionale und transregionale Vernetzungen - Forschungsperspektiven auf die Kunst um 1400 am Mittelrhein

9.45 Uhr
Dr. Uwe Gast, Freiburg/Br.: Glasmaler und Glasgemälde um 1400 am Mittelrhein - Quel­len und Werke

10.30 Uhr
Pause

11.00 Uhr
Dr. Stephan Kemperdick, Berlin: Werkgruppen des internationalen Stils am Mittelrhein - Tafelbilder auf der Suche nach einem Herkunftsort

11.45 Uhr
Dr. Thomas Foerster, Christiane Weber M.A., Darmstadt: Der Ortenberger Altar - ein glanz­voller Vertreter der hochstehenden Kunst am Mittelrhein um 1400. Kunstge­schich­te und Kunsttechnologie

12.30 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
Dipl.-Rest. Christine Kenner, Wiesbaden: Neufund einer Tonfigurengruppe aus St. Le­on­hard in Frankfurt am Main

14.45 Uhr
Schlussdiskussion


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Quelle: Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V.