Promotionsstipendium
„Kunst, Kultur und Märkte“

Das interdisziplinäre Promotionskolleg „Kunst, Kultur und Märkte. Geschichte der europäischen Kulturwirtschaft vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ des Zentrums für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften (ZEGK) an der Universität Heidelberg schreibt aus Mitteln der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg ab 1. November 2017 ein weiteres Promotionsstipendium für die Laufzeit von maximal drei Jahren aus (1.000 € mtl. zuzüglich einer Sach- und Reisekostenpauschale von 110 € mtl. sowie gegebenenfalls einem Familienzuschlag; Maßgabe des Landesgraduiertenförderungsgesetzes vom 23. Juli 2008).

Das Promotionskolleg untersucht am Beispiel von Kunst-, Musik- und Religionsmärkten die Verflechtung von Kultur und Ökonomie in Europa in diachroner Perspektive. Es wird von den Professuren für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Public History, Geschichte der Frühen Neuzeit, Neuere und Neueste Kunstgeschichte, Musikwissenschaft sowie Religionswissenschaft getragen. Interdisziplinäre Projekte, die fächerübergreifend von zwei der beteiligten Professor_innen betreut werden, diskutieren drei zentrale Forschungsfragen: Wie entstehen und entfalten sich Vorstellungen über den Zusammenhang von Kultur und Wirtschaft? Welche historischen Erscheinungsformen der Kulturwirtschaft lassen sich beobachten? Wie beeinflussen sich ökonomisches Handeln und religiöses bzw. künstlerisch-kulturelles Schaffen wechselseitig? Ein begleitendes Studienprogramm unterstützt die wissenschaftliche (Weiter-)Qualifikation der Stipendiat_innen und hilft bei der Orientierung für den Berufseinstieg. Die Entwicklung und Durchführung der Forschungsprojekte findet in einem interdisziplinären Umfeld statt.

Neben den üblichen Bewerbungsunterlagen in Englisch oder Deutsch werden der Nachweis eines überdurchschnittlichen Studienabschlusses (Master oder Äquivalente) in einem der beteiligten Fächer, eine kurze Skizze eines interdisziplinär angelegten Promotionsprojekts (max. 5.000 Zeichen ohne Leerzeichen) sowie nachgewiesene Kenntnisse der für das individuelle Projekt notwendigen Fremdsprachen, mindestens aber des Englischen, erwartet. Für die Kollegiat_innen besteht Residenzpflicht in Heidelberg.

Bewerbungen sind in ausschließlich elektronischer Form (bitte in einer PDF-Datei) zu richten an das Sprecherteam des Kollegs Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern und Prof. Dr. Cord Arendes, z. Hd. Herrn Nils Steffen, E-Mail: nils.steffen(at)zegk.uni-heidelberg.de. Bewerbungsschluss ist der 29. September 2017. Die Auswahlgespräche finden innerhalb der ersten beiden Oktoberwochen statt.

Die Universität Heidelberg strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, die Erhöhung des Frauenanteils an und bittet daher qualifizierte Frauen nachdrücklich um ihre Bewerbung. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung vorrangig eingestellt.

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Quelle: H-Soz-Kult, 08.09.2017