Forum Digitale Kunstgeschichte

Mittwoch, 8. März 2017
15:45–17:30 Uhr, Hörsaalzentrum, HS 2

Moderation: Stephan Hoppe, München / Georg Schelbert, Berlin

Digitale Kunstgeschichte – Wohin führen die digitalen Geisteswissen­schaften?
Moderation:
Holger Simon, Köln
Beiträge:
Ulrich Pfisterer, München / Heike Neuroth, Potsdam / Günther Görz, Erlangen

Auch in der Kunstgeschichte fußt die Forschungs- und Lehrpraxis inzwischen zu weiten Teilen auf der Anwendung digitaler Techologien. Dass sich diese Praxis auch auf die Fragestellungen und die Forschungspraxis des Faches auswirken, ist jedoch in der Kunstgeschichte weniger im Bewusstsein, als das in einigen anderen Fächern der Fall zu sein scheint. Insbesondere die methodologischen Potentiale und ihre Umsetzung etwa in neuen Projektformen werden innerhalb der Fachgemeinschaft eher wenig angesprochen. Dies ist bemerkenswert, zumal sich mit den »Digital Humanities« seit mehreren Jahren ein Tätigkeitsfeld herausbildet, das einen disziplinübergreifenden Einsatz digitaler Methoden vorsieht und damit auch auf eine stärkere inhaltliche Verzahnung der geisteswissenschaftlichen Disziplinen hinwirkt. Derartige Entwicklungen betreffen keinesfalls lediglich technische Verfahren, die als bloße, wenngleich in der Forschungsförderung immer mehr erwartete Optionen abzutun sind, sondern wirken eben auch unvermeidlich auf die Fragestellungen, Methoden, Ergebnisse und Vermittlungsformen der Forschung. Sie erfordern daher – wie andere wissenschaftstheoretische oder methodologische Themen auch – einen ständig fortzusetzenden Diskurs möglichst der gesamten Fachgemeinschaft.

Wir möchten auf dem diesmaligen Forum Digitale Kunstgeschichte zunächst den Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte und einen Überblick über die derzeit vorhandenen digitalen Werkzeuge, Infrastrukturen und Projekte vorstellen. Anschließend werden mit Prof. Ulrich Pfisterer (München), Prof. Heike Neuroth (Potsdam) und Prof. em. Günther Görz (Erlangen) bekannte Vertreter/-innen des Faches, der Digital Humanities und der Informatik unter unter dem Titel »Digitale Kunstgeschichte – Wohin führen die digitalen Geisteswissenschaften?« diskutieren (Moderation: Prof. Holger Simon).

Ziel der Veranstaltung ist es, das kontinuierliche Gespräch über das methodologische Selbstverständnis des Fachs in einer zunehmend digitalisierten Welt weiterzuführen und Handlungsansätze für die zukünftige Forschungspraxis zu gewinnen.


Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte