Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg

Das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg ist eine international renommierte Forschungs- und Service-Einrichtung der Philipps-Universität Marburg für die Kunstgeschichte und die angrenzenden Fächer. Mit etwa 1,7 Millionen fotografischen Originalaufnahmen von 1870 bis zur Gegenwart in allen Techniken von der Glasplatte bis zum Digitalisat ist es eines der größten Bildarchive zur europäischen Kunst und Architektur. Es ist als spezifisch kunsthistorische Bildsammlung hervorgegangen aus der „Photographischen Abteilung“ des 1913 von Richard Hamann in Marburg gegründeten Kunstgeschichtlichen Seminars bzw. dem 1930 so benannten „Preußischen Forschungsinstitut für Kunstgeschichte“. Schon seit 1992 wird das Bildarchiv Foto Marburg als das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte benannt. Seit 2008 führt die Institution diese Bezeichnung an erster Stelle.

Zu den Aufgaben des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte gehören heute neben der Pflege und Weiterführung des Bildarchivs die wissenschaftliche Forschung zu allen, insbesondere medialen und wissenschaftshistorischen Fragen der Überlieferung, Dokumentation und Interpretation des visuellen Kulturerbes, einschließlich der Veranstaltung von öffentlichen Tagungen und der Erstellung und Herausgabe von Publikationen, schließlich ebenso, in Zusammenarbeit mit den anderen Einrichtungen der Philipps-Universität und insbesondere mit dem Kunstgeschichtlichen Institut, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Mit seinen Dienstleistungen und Forschungen unterstützt und begleitet das Bildarchiv die kulturelle Überlieferung von mobilen und immobilen Objekten der Kunst- und Kulturgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Die im Bildarchiv nach modernsten konservatorischen Maßgaben bevorrateten Fotografien sind einerseits wichtige Überlieferungsträger, insbesondere wenn es sich um Dokumentationen von zerstörten oder verlorenen Denkmälern handelt. Als Sammlungsensemble ist das Archiv seinerseits Kulturgut von internationalem Rang. Neben der Aufarbeitung seiner eigenen Archivbestände und aktueller Neuaufnahmen aus Fotokampagnen arbeitet Foto Marburg an der weiteren wissenschaftlichen Dokumentation der abendländischen Kunst und Architektur sowie ihrer Publikation im Internet. Durch den Aufbau kooperativer Strukturen wird die Arbeit der Museen, Archive, Denkmalämter, Universitäten und Bibliotheken unterstützt. In der webbasierten, von über fünfzig Partnerinstitutionen mit bedienten Bilddatenbank „Bildindex der Kunst und Architektur“ können für Forschung und Lehre inzwischen über 1,9 Millionen digitale Bilder von Bauwerken, Gemälden, Skulpturen nach Themen ebenso wie nach Motiven und Künstlern recherchiert werden.

Kontakt

Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte -
Bildarchiv Foto Marburg
Biegenstraße 11
35037 Marburg
Telefon: 06421/28-23600
Telefax: 06421/28-28931
www.bildindex.de
www.fotomarburg.de