Honorarempfehlungen
Die nachfolgenden Empfehlungen entsprechen den vom Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler aufgestellten Sätzen. Der Verband deutscher Kunsthistoriker e.V. strebt eine einheitliche Vergütungsregelung für freiberuflich tätige Kolleginnen und Kollegen an und empfiehlt deshalb die nachfolgenden Honoraransätze:
Tätigkeiten und Stundensätze | |
Archivbetreuung | € 30 bis 50 |
Ausstellungskonzeption und -realisation | € 60 bis 90 |
Auswertung von Archivalien und Literatur | € 60 bis 90 |
Beratung von Medien | € 40 bis 90 |
Betreuung und Durchführung von Forschungsprojekten | € 60 bis 90 |
Durchführung von Recherchen | € 35 bis 75 |
Erarbeitung von Publikationen | € 60 bis 90 |
Führungen (1,5 Std.) | € 40 bis 60 |
Grabungsdokumentation | € 60 bis 75 |
Grabungsdurchführung (ohne Geräteaufwand) | € 40 bis 60 |
Hausforschung und -dokumentation | € 60 bis 90 |
Inventarisierung | € 40 bis 50 |
Kunst- und Antiquitätentaxierung | € 50 bis 75 |
Lektorat | € 40 bis 75 |
Museumsberatung | € 60 bis 90 |
Öffentlichkeitsarbeit | € 40 bis 60 |
Text- und Bildredaktion | € 40 bis 60 |
Nebenkosten (z.B. Archivgebühren, Reproduktionskosten, Kuriere etc.) und Spesen (Reisekosten) sind gesondert abzurechnen.
Im Alltag mag die Einforderung der hier genannten Stundensätze auf den ersten Blick unrealistisch anmuten, schließlich scheint die Möglichkeit der Ausübung des Berufs Kunsthistoriker oft daran zu hängen, das bescheidene Angebot des Auftraggebers zu akzeptieren. Doch liegt es in unserem eigenen Interesse, Dumping-Preise nicht zu akzeptieren. Erst wenn sich die Mehrzahl daran hält, wird die angemessene Entlohnung allgemein akzeptiert.
Für die Berechnung sind verschiedene Aspekte berücksichtigt worden: Bei den unterschiedlichen Höhen sind neben der allgemeinen Qualifikation die Erfahrung, aber auch der Termindruck und die damit verbundene Kalkulation der Arbeitszeit zu berücksichtigen. Darüber hinaus spielt der zu erwartende Aufwand zum Beispiel für Sachmittel oder Rücklagen, sowie die soziale Absicherung und die kontinuierliche Weiterbildung eine Rolle.
Darüber hinaus sind weitere Faktoren in die Kalkulation mit einzubeziehen, wie Urlaub oder eventuelle Krankheitstage, aber auch Miete, Heizkosten, Telefon und Internet, Materialien, Versicherungen, sowie bei Freiberuflern insbesondere auch Steuer- und Rechtsberatung.

