Management im Kunstmarkt

Traditionell ist der Kunstmarkt keine offene Veranstaltung. Er lebt von Vereinbarungen, die nur Insidern bekannt sind. Neue Medien und Globalisierung modernisieren nicht nur die Bedingungen, sie verändern den Kunstmarkt und eröffnen zunehmend Perspektiven für neue Aktionsfelder. Die Finanzkrise vor einigen Jahren hat den Kunstmarkt erschüttert, die Konsequenz für die Akteur/innen ist ein flexibleres und offeneres Handeln sowie eine differenzierte Kenntnis der einzelnen Kunstmarkt­segmente, in denen man sich verortet. In unserem Programm nehmen wir diese Herausforderung an.

In bewährter Weise geben wir in den vier "Grundlagenmodulen" Einblick in themenrelevante geschichtliche, rechtliche sowie steuerliche Fragestellungen und zeigen auf, wie sich ein Geschäftskonzept im Kunstmarkt von der Idee bis zur Kommunikation entwickeln lässt.

In drei "Praxismodulen" stellen wir typologisch unterschiedliche Kunstmärkte vor: den internationalen Kunstmarkt am Beispiel Berlin / Leipzig, den traditionsreichen Kunstmarkt im Rheinland am Beispiel Düsseldorf sowie den mittelständischen Kunstmarkt in Baden-Württemberg am Beispiel Karlsruhe und seiner Messe. Es bleibt spannend, die aktuellen Tendenzen dieser Märkte im Seminarverlauf zu beobachten, zu diskutieren und zu erkennen, welche Konsequenzen sich daraus für das eigene Wirken ableiten lassen.

Das Programm will Galerist/innen realitätsnah für ihre Arbeit – insbesondere in der langen und schwierigen Gründungsphase – befähigen. Es gilt, Visionen zu entwickeln, ohne Illusionen zu erliegen, Mut zu machen, Rüstzeug auf den Weg zu geben und Fehler zu vermeiden, Kontakte und Netze zu knüpfen. Auch anderen Interessent/innen steht das Programm offen. Wegen der großen Nachfrage und seiner Aktualität wird das Bausteinprogramm seit dem Start 2007 nun zum fünfzehnten Mal angeboten. Die einzelnen Seminare vermitteln Basiswissen in Theorie und Praxis. Durch den Austausch untereinander sowie durch den Kontakt zu unseren zahlreichen Dozent/innen und Gesprächspartner/innen entsteht ein nachhaltiges Netzwerk für die weitere Tätigkeit.

AUFBAU UND METHODIK
Das Programm ist modular aufgebaut. Jedes der 7 Module umfasst 2 Seminartage. Die Module können einzeln oder als Gesamtpaket gebucht werden. Der Besuch einzelner Seminare ist möglich, wenn ausreichend Plätze vorhanden sind. Die GRUNDLAGENMODULE I, III, IV und VII vermitteln in kompakter Weise Hintergründe und Basiswissen zur Ideenentwicklung und Arbeitspraxis im Kunstmarkt. Die systematische Darstellung und Analyse der Praxis, Fallbeispiele und Exkursionen sorgen bereits hier für einen plastischen Einblick. Die PRAXISMODULE II, V und VI bieten zahlreiche Gespräche mit Galerist/innen, Kunsthändler/innen und Sammler/innen in Kunstinstitutionen vor Ort. Der Perspektivwechsel der Akteur/innen veranschaulicht die Bandbreite im Kunstmarkt und die Relevanz des Networking.

Ziel der GRUNDLAGENMODULE I und III ist, mit dem Markt der Kunst, seiner Mentalität und Geschichte, seinen Gesetzen und Regeln, seinen Akteur/innen und Institutionen und deren Interessen, seinen Problemen und Fallstricken vertraut zu machen. Die Module IV und VII behandeln die konkreten Fragen, die sich bei der Gründung und beim Führen einer Galerie stellen und geben Lösungsansätze für die Praxis. Hier werden die Qualifikationen vermittelt, die für alle unerlässlich sind, die im Kunstmarkt handelnd tätig sind oder sein wollen.

Die drei PRAXISMODULE II, V, VI arbeiten durch Exkursionen und Vor-Ort-Gespräche mit Galerist/innen und Sammler/innen verschiedene Kunstmarkttypen qualitativ und regional heraus. Sie geben lebendig und unmittelbar einen vergleichenden Einblick in den aktuellen internationalen Kunsthandel am Beispiel Berlin / Leipzig, in den mittelständischen Kunstmarkt im Südwesten Deutschlands am Beispiel von Karlsruhe und den traditionsreichen Kunstmarkt des Rheinlandes am Beispiel von Düsseldorf.

ZERTIFIKAT UND LEISTUNGSNACHWEIS
Der Erwerb des Zertifikats setzt die Anwesenheit an 7 Modulen (14 Seminartagen) und darüber hinaus eine vorbereitende Recherche zu ausgewählten Gesprächspartner/innen im Gesamtumfang von ca. 6 Stunden voraus. Die Teilnehmer/innen einzelner Module erhalten eine Teilnahmebescheinigung.

TERMINE IM ÜBERBLICK

MODUL I

17./18.10.2016

MODUL II

22./23.11.2016

MODUL III

5./6.12.2016

MODUL IV

16./17.1.2017

MODUL V

16./17.2.2017

MODUL VI

6./7.3.2017

MODUL VII

24./25.4.2017

Teilnahmegebühren:
Einzelseminar : 420,- €
Zertifikatspreis, alle 7 Module: 2.940,- €
10% Rabatt bei Vorauszahlung des Gesamtpreises: 2.646,- €
5% Rabatt bei Staffelzahlung: 2.793,- €
25% Rabatt / Ermäßigung für Arbeitslose nach Rücksprache

Veranstaltungsort:
Freie Universität Berlin

Verantwortlich:
Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin
Otto-von-Simson-Str. 13
14195 Berlin

Ulrika Poock M.A.
Mail: ulrika.poock(at)fu-berlin.de

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Quelle: Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin