Medienberufe (Verlagswesen)

Ein für Kunsthistoriker/innen interessantes Berufsfeld ist auch das Verlagswesen, im Idealfall ein auf Kunst und Kunstwissenschaft ausgerichteter Verlag. Die im Studium erworbenen Kenntnisse lassen sich vor allem im Bereich »Lektorat« einsetzen beginnend mit der Beurteilung von Manuskripten über deren inhaltliche und formale Prüfung bis hin zur Unterbreitung von Änderungsvorschlägen und gegebenenfalls der Umarbeitung. Unerläßlich ist hierbei neben den Fachkenntnissen ein breites Allgemeinwissen. Mitbringen sollte man auch ein Interesse an der Gestaltung von Büchern: Gespür für Typographie, Layout und Bildqualität. Immer mehr gefragt ist die ganzheitliche Betreuung von Buchprojekten vom Lektorat über die Gestaltung bis hin zur Betreuung der Drucklegung bei gleichzeitiger Überwachung des Budgets (Chance ganzheitlichen und eigenverantwortlichen Arbeitens!). Dabei auch wichtig: Freude am Umgang mit Computerprogrammen und Interesse an technischen Fragen der Buchherstellung.

Wichtige Eigenschaften: Große Belastbarkeit, Flexibilität - auch bei der Arbeitszeit -, Genauigkeit, Verantwortungsgefühl, Teamfähigkeit, Verhandlungsgeschick, Entschlußfreudigkeit, Kompromißfähigkeit, wirtschaftliches Denken und Bereitschaft zur Übernahme auch weniger anspruchsvoller Tätigkeiten.

Einstiegsmöglichkeiten: Zu empfehlen ist ein Praktikum, am besten nach dem Grundstudium, und nach Beendigung des Studiums ein Volontariat (meist 1 Jahr). Dissertation in der Regel nicht erforderlich, B.A. und M.A. sind ausreichend.

Entwicklungsmöglichkeiten: Vom Lektor zum Programmverantwortlichen, Verlagsleiter und mehr, je nach Neigung und Fähigkeiten.