Exkursion 2: Meißen und Freiberg

8.30–18.00 Uhr
Treffpunkt: Ringstraße am Rathausplatz
(An- und Rückreise per Reisebus)
begrenzte Teilnehmerzahl, vorherige Anmeldung erforderlich

Meißen und Freiberg: Umbrüche in der Baukultur
um 1500


Leitung:
Bruno Klein, Dresden / Stefan Bürger, Würzburg

Im Zentrum der Exkursion stehen die malerisch gelegenen Sakral- und Profanbauten der ehemaligen sächsischen Residenzstädte vom hohen Mittelalter bis in die frühe Neuzeit: der Meißner Burgberg mit Dom, Albrechts- und Bischofsburg sowie Stiftshäusern als hauptsächlich spätmittelalterliche Bautengruppe; in Freiberg der spätgotische Dom mit romanischer Goldener Pforte, Tulpenkanzel und protestantischer Wettiner-Grablege. Es handelt sich in beiden Fällen um Ensembles von herausragender künstlerischer Qualität, die auch im internationalen Vergleich bestehen können.
An ihnen ließe sich auch über das Motto des Kunsthistorikertages »Kunst global – Kunst lokal« diskutieren – ist der Meißner Dom doch ein Beispiel für eine frühe Gotikrezeption in Deutschland, während die unmittelbar benachbarte Albrechtsburg als eine Synthese höchster lokaler und internationaler Standards der spätgotischen Architektur gelten kann. Die große dynastische Grablege in Freiberg ist wiederum ein Zeugnis für die Auseinandersetzung mit den damals modernen Formen und Bildstrategien italienisch geprägter Renaissanceskulptur und -architektur.
Darüber hinaus bieten beide Beispiele reichlich Anlass, über Chancen und Risiken des denkmalpflegerischen Umgangs mit Bauten von solcher Qualität und solchem Renommee nachzudenken, weil es dort Herausforderungen gab und gibt, die nicht durch Konservierung des Status quo zu bewältigen sind.
Wer es wünscht, kann die historischen Stadtensembles von Meißen und Freiberg statt einzelner der genannten Programmpunkte auch individuell erkunden.