Ortstermin I: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Porzellansammlung

Donnerstag, 9. März 2017
14.00–15.30 Uhr
Treffpunkt: Glockenspielpavillon des Zwingers (untere Kasse und Garderobe)

– alle Plätze belegt –

Gruppe A (max. 12 Personen)
Gruppe B (max. 12 Personen)

»Dresden china« – China in Dresden


Leitung: Julia Weber, Dresden / Cora Würmell, Dresden / Anette Loesch, Dresden

Im englischsprachigen Raum ist »china« seit dem 18. Jahrhundert ein Synonym für Porzellan, das in ganz Europa eng mit dem Ursprungsland assoziiert wurde. Analog hieß das Meissener Porzellan auch »Dresden china«. In der englischen Bezeichnung kommt die unmittelbare Konkurrenz zum Ausdruck, in die das erste europäische Porzellan zu den hochgeschätzten Luxuswaren aus Fernost trat. Der Ort, an dem diese Rivalität aus sächsischer Perspektive ausgefochten wurde, war das Japanische Palais, in dem August der Starke seine chinesischen und japanischen Porzellane wie auch die Produkte der Meissener Manufaktur präsentierte. In der ständig weiterentwickelten Konzeption dieses singulären »Porzellanschlosses« spiegelte sich das sich wandelnde Verständnis des landeseigenen Produkts im Verhältnis zu den Importgütern.
Der Workshop lädt ein in die heutige Porzellansammlung im Zwinger, die im Kern auf die historische Sammlung Augusts des Starken zurückgeht, deren spezifischen Charakter sie bis heute bewahrt. Dem Rundgang durch Depot und Dauerausstellung, bei dem auch ausgewählte ostasiatische und Meissener Porzellane in die Hand genommen und verglichen werden können, soll eine Diskussion über die aktuelle Präsentation und die Möglichkeit einer Visualisierung des einstigen Wettstreits zwischen Dresden und China diskutiert werden.

Anfahrt
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Porzellansammlung