Resolution des XXX. Deutschen Kunsthistorikertags

Resolution des
XXX. Deutschen Kunsthistorikertags

Marburg, 25. März 2009

Nach dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln und dem darauf folgenden desaströsen politischen Krisenmanagement erhebt der Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V. folgende Forderungen an die Verantwortlichen der Stadt Köln

  1. Bergung des noch verschütteten Archivguts nach archäologischen Methoden.
  2. Räumliche Zusammenführung des geborgenen Kulturguts im Hinblick auf eine sofortige konservatorische und archivalisch fachliche Sicherung und Bearbeitung. Sicherstellung einer ausreichenden fachlichen personellen Ausstattung.
  3. Dringende Gefahrenabwehr für die akut gefährdeten Monumente an der U‑Bahntrasse, darunter drei romanische Kirchen (St. Maria im Kapitol, St. Georg, St. Severin) sowie das Rathaus.
  4. Eine transparente, seriöse Informationspolitik von den für Köln in Politik und Verwaltung Zuständigen, insbesondere eine detaillierte Offenlegung der bestehenden Gefahrenpotentiale für die betroffenen Monumente und regelmäßige, umfassende Berichterstattung über die zu ihrer Abwehr getroffenen Maßnahmen.

KANON - XXX. Deutscher Kunsthistorikertag
Universität Marburg
25.-29. März 2009