Ortstermin II: Städtische Galerie Dresden, Kunstsammlung

Donnerstag, 9. März 2017
14.00–15.30 Uhr
Treffpunkt: Besuchertresen im Erdgeschoss der Städtischen Galerie

– alle Plätze belegt –
(max. 25 Personen)

Kunst und Politik in Dresden.
Otto Griebel und die Bildidee des »kaleidoskopischen Querschnitts durch unsere Welt«


Leitung: Johannes Schmidt, Dresden

Otto Griebel (1895–1972) gehörte zu den politisch aktivsten Künstlern im Deutschland der Weimarer Republik und trat schon 1919 in die neu gegründete KPD ein. In der zwei­ten Hälfte der 1920er Jahre bis 1933 war er neben seiner Arbeit als bildender Künst­ler auch als Illustrator, Bühnenbildner, Organisator und Gründungsmitglied der Assoziation revolutionärer bildender Künstler Deutschlands in Dresden propagandis­tisch tätig. Seine von sozialkritischen Themen bestimmte Malerei wurde von der linken Presse trotzdem gelegentlich wegen ihrer zu »geringen gesellschaftskritischen Schär­fe«, als zu »weich und sentimental« und wegen des Verharrens in bloßer Elendsschil­de­rung kritisiert. Eine der wesentlichsten ästhetischen Leistungen Otto Griebels be­steht in der Darstellung von komplexen Schilderungen gesellschaftlicher Gegensätze. Paul Ferdinand Schmidt sprach 1922 in einer Rezension von »kaleidoskopischen Quer­­schnitten durch unsere Welt«.
Thema soll Griebels Werk als exemplarisches Beispiel der Kunst zwischen den Welt­kriegen mit Blick auf die Möglichkeiten künstlerischer Stellungnahmen zu politischen Fragen sein. Zu erörtern wären die spezifischen Einflüsse von Dada und Futurismus sowie die Beziehungen von Griebels Kunst zu anderen künstlerisch-politischen Akteu­ren seiner Zeit wie George Grosz, Otto Nagel oder Heinrich Vogeler.

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Städtische Galerie Dresden