Veranstaltungskalender

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Köln, 13.05.2015

Kunst im öffentlichen Besitz – Wert und Wertig­keit von Kunst

Podiumsdiskussion, 13. Mai 2015, 18.00 Uhr

Die Vorgänge um den Verkauf von zwei Werken von Andy Warhol durch den Casino­be­treiber Westpiel für rund 120 Mio. Euro haben im November 2014 eine beachtenswerte Resonanz in den Medien und in der Öffentlichkeit ausgelöst. Es gab heftige Kritik von allen Seiten und Vorwürfe wurden laut, das Ansehen NRWs habe gelitten. Neue Nah­rung erhielt die Debatte, als im Januar 2015 Pläne der Portigon AG – der Rechtsnach­folgerin der ehemaligen WestLB – öffentlich wurden, die unternehmenseigene Kunst­sammlung im Wege der Abwicklung zur Befriedigung von Gläubigerforderungen zu versteigern.

Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse werden in der Öffentlichkeit damit zusam­men­hängende kulturpolitische Fragestellungen diskutiert, ob und wann der Verkauf von Kunst­werken legitim sei, welche Kriterien dafür zu verlangen seien und was mit dem Erlös zu geschehen habe. Darüber hinaus wuchs das Bewusstsein, dass es sich hier­bei nicht um einen Einzelfall handelt, sondern das Land bzw. landeseigene Unter­nehmen Kunstwerke in großer Zahl besitzen.

Der Kulturrat NRW und die Kulturpolitische Gesellschaft nehmen diese Entwicklungen zum Anlass, um die relevanten kulturpolitischen Fragestellungen im Zusammenhang mit Kunst in öffentlichem Besitz gemeinsam mit Ihnen zu thematisieren und debattie­ren. Es wird darum gehen, welche Art von Kunstsammlungen es überhaupt auf Seiten des Landes gibt, und ob sich daraus eine „öffentliche Verantwortung“ ergibt. Es stellt sich auch die Frage, mit welchem Selbstverständnis und welcher Absicht das Land bzw. landeseigene Unternehmen Kunst kaufen oder besitzen. Welche Entwicklungen gibt es hier und wer trifft darüber Entscheidungen? Wie sind verschiedene Künstler­generationen in den Sammlungen vertreten? Welchen Einfluss hat das im Hinblick auf Entwicklungsmöglichkeiten bzw. zukünftige Lücken in der Kunstgeschichte? Last but not least geht es auch um die Frage, was der Begriff „öffentlich“ in diesem Kontext bedeutet und inwiefern ökonomische Gesichtspunkte eine Rolle spielen.

Es diskutieren unter der Moderation von Peter Grabowski vom WDR:

  • Henrik Hanstein (Kunsthändler)
  • Oliver Keymis, MdL (Grüne)
  • Prof. Marcel Odenbach (Künstler)
  • Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg, MdL (CDU)
  • Prof. Dr. Barbara Welzel (Verband Dt. Kunsthistoriker)

Ort: Fritz Thyssen Stiftung (Apostelnkloster 15, 50672 Köln)

Die Diskussion wird vom WDR aufgezeichnet und im Rahmen des kulturpolitischen Forums auf WDR 3 zu einem noch festzulegenden Termin gesendet.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen.

Bitte sagen Sie uns aufgrund der begrenzten Platzmöglichkeiten per Mail an b.franke(at)kulturrat-nrw.de bis zum 10. Mai Bescheid, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen dürfen.

Gerhart R. Baum
Vorsitzender des Kulturrats NRW

 

Prof. Dr. Oliver Scheytt
Präsident der KuPoGe


Hintergrundinformationen
 

Der Kulturrat NRW e.V. ist ein landesweiter übergreifender und unabhängiger Zusammenschluss von über achtzig Organisationen in den Sektionen Musik, Tanz, Theater, Medien, Literatur, Bildende Kunst und spartenübergreifende Kultur/Sozio-kultur. Er hat es sich zur Aufgabe gestellt, Kunst und Kultur im Bundesland Nordrhein-Westfalen Geltung zu verschaffen und die Voraussetzungen für ihre Entwicklung zu fördern.

Der Kulturrat NRW tritt ein u.a. für die Freiheit von Kunst und Kultur, die Vielfalt und Qualität der kulturellen Infrastruktur in NRW sowie den Informations- und Erfahrungsaustausch, um kulturpolitische Interessen zu formulieren und sie in der Öffentlichkeit und gegenüber politischen Parteien zu vertreten.
http://kulturrat-nrw.de/


Die Kulturpolitische Gesellschaft ist ein bundesweiter Zusammenschluss kulturpolitisch interessierter und engagierter Menschen und will die Meinungen und Erfahrungen ihrer 1.500 Mitglieder aus den unterschiedlichen Feldern kultureller und kulturpolitischer Praxis stärker in diesen Diskurs einbringen. Sie entwickelt Ideen und Konzepte für eine Kulturpolitik der Zukunft und setzt sich ein für eine öffentlich verantwortete Kulturpolitik, kulturelle Vielfalt und künstlerische Freiheit als Grundlagen einer demokratischen, interkulturellen Gesellschaft.
www.kupoge.de, https://twitter.com/Kupoge

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Friederike van Duiven, Sprecherin der Sektion Bildende Kunst im Kulturrat NRW
f_vanduiven(at)web.de, mobil 0174 9814130

Marc Grandmontagne, Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft
grandmontagne(at)kupoge.de, mobil 0178 50 89 289

Wir danken der Fritz Thyssen Stiftung für die freundliche Unterstützung der Veran­staltung.

Quelle: Kulturpolitische Gesellschaft

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