Veranstaltungskalender

Veranstaltungskalender

Berlin, 25.–27.11.2016

3. Forum Architekturwissenschaft
Vom Baumeister zum Master. Formen der Architekturlehre vom 19. bis ins 21. Jahrhundert

Architektur ist eine besondere Disziplin. Die Vielfalt ihrer Bezüge zwischen Kunst und Technik, Wissenschaft und Praxis macht nicht nur die Attraktivität des Studiums aus, sie stellt auch besondere Herausforderungen an die Lehre – didaktisch, inhaltlich und in der Zusammensetzung der Curricula. Während die Verfasstheit der modernen Architektur in den letzten Jahrzehnten vielfach Gegenstand einer Historisierung geworden ist, lässt sich dies für die moderne Architekturlehre nur eingeschränkt feststellen. Die Umstellungen des Bologna-Prozesses haben darüber hinaus in der vergangenen Dekade viel Energie für Akkreditierungs- und Modularisierungsdiskussionen benötigt – ein Prozess, in dem gelegentlich schon die Bewahrung des Bewährten als hehres Ziel gelten musste.

Das 3. Forum Architekturwissenschaft erstrebt eine interdisziplinäre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Lehrdispositiven und konkreten Formen der Architekturlehre vom 19. bis ins 21. Jahrhundert, um so einen Diskurs zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Architekturlehre zu befördern.
In drei thematischen Sektionen verfolgt die Tagung historische Sichtweisen, systematische Perspektiven und Strategien, die einen Zukunftsentwurf für die Ausbildungen von Architektinnen und Architekten entwickeln:

I. Die Hybridität der Architekturlehre: Kunst, Praxis, Theorie, Wissenschaft
II. Zwischen altem und neuem Wissen: Systeme und Paradigmenwechsel in der Architekturlehre
III. Dispositiv Lehrmittel: Sehen, Zeichnen, Modellieren, Visualisieren

Programm

Freitag, 25. November 2016

14.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Karin Gludovatz, Freie Universität Berlin
Dominik Lengyel, BTU Cottbus-Senftenberg
Sabine Ammon, Netzwerk Architekturwissenschaft e.V.
Carola Ebert, Eva Maria Froschauer, Christiane Salge

14.30 Uhr
Sektion I – Die Hybridität der Architekturlehre: Kunst, Praxis, Theorie, Wissenschaft

14.30 Uhr Julia Witt (Berlin)
Architekturlehre an den Kunstakademien in der Weimarer Republik

15.10 Uhr Anne Stengel (Kassel)
Architekturlehre unter Hannes Meyer am Bauhaus Dessau zwischen 1928 und 1930

15.50–16.20 Uhr Pause

16.20 Uhr Ekkehard Drach (Cham)
Das Modell Fachakademie

17.00 Uhr Anna Hipp (geb. Flach, Zürich), Bernhard Böhm (Zürich)
Die Architektur als Forschungsdisziplin: Zwischen wissenschaftspolitischen Anforderungen und praxisbezogener Wissenskultur

17.40–18.15 Uhr Pause

18.15–19.15 Uhr Abendvortrag: COOP Design Research
Regina Bittner, Stephan Pinkau (Stiftung Bauhaus Dessau/ Hochschule Anhalt, Dessau)

Samstag, 26. November 2016

9.00 Uhr
Sektion II – Zwischen altem und neuem Wissen: Systeme und Paradigmenwechsel in der Architekturlehre

9.00 Uhr Einführung

9.20 Uhr Eric G. Garberson (Richmond)
Wilhelm Stier’s „Entwerfung der Gebäude“ and the Capstone Design Studio in the Early Nineteenth Century

10.00 Uhr Jan Lubitz (Hamburg)
Von der Gewerbeschule zum Polytechnikum. Die Stuttgarter Schule im 19. Jahrhundert

10.40–11.10 Uhr Pause

11.10 Uhr Gáspár Salamon (Budapest)
Akademische Ausbildung im (poly)technischen Rahmen: Die Architektenausbildung an der Königlichen Joseph-Technischen Hochschule Budapest als Hybridphänomen (1871–1914)

11.50 Uhr Simon Paulus (Stuttgart)
„Der Student der Architektur soll bauen und nicht schwindeln lernen“. Zur Reform der Architektenausbildung an der Technischen Hochschule Braunschweig in den 1920er Jahren

12.20–14.00 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr Frederike Lausch (Frankfurt a.M.)
Das DDR-Architekturstudium als Nische. Ausbildung an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar

14.40 Uhr Vera Kaps (Vaduz)
Neue Denkschulen. Eine Fallstudienanalyse über Umfelder in der Architekturausbildung und -vermittlung

15.20–15.50 Uhr Pause

15.50 Uhr Peter I. Schneider (Cottbus)
Die Formatierung der Geschichte. Zum konzeptionellen Umgang mit dem „Erbgut“ der Architektur im Rahmen der Architektenausbildung

16.30 Uhr Gunnar Tausch (Nürnberg)
Wissenschaftlichkeit und Architekturmorphologie

17.10 Uhr Ole W. Fischer (Salt Lake City)
Institutionalisierte Kritik? Über die (Neu-)Geburt der Architekturtheorie nach der Moderne

Sonntag, 27. November 2016

9.00 Uhr
Sektion III – Dispositiv Lehrmittel: Sehen, Zeichnen, Modellieren, Visualisieren

9.00 Uhr Einführung

9.20 Uhr Christina Clausen (Hildesheim)
Von diagrammatischen und malerischen Architekturvisionen. Bildmediale Strategien der architekturhistorischen Lehre an der Royal Academy in London

10.00 Uhr Kerstin Renz (Stuttgart)
„Benennen heißt erkennen“ Das Bildwörterbuch der Architektur von Hans Koepf

10.40 Uhr Nathalie Bredella (Berlin)
Der Computer im Designstudio: „Lernen mit dem Computer“ und das „Paperless Studio“

11.10–11.50 Uhr Pause

11.50 Uhr Inga Ganzer (Berlin)
Handwerk und Sehschule. Zulassungsbedingungen und Grundlagenstudium an der Burg Giebichenstein in den Jahren des Übergangs zwischen analog und digital

12.30 Uhr Dominik Lengyel (Cottbus)
Visualisierung – Denken in Bildern

13.20 Uhr Verabschiedung

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Das Forum Architekturwissenschaft ist eine Veranstaltung des Netzwerks Architekturwissenschaft e.V. (www.architekturwissenschaft.net). Im regelmäßigen Turnus werden in den Foren relevante Themen der Architekturwissenschaft aufgegriffen. Dabei soll die Reflexion von Architektur über Disziplingrenzen hinweg angestoßen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zusammengebracht werden.

Das 3. Forum Architekturwissenschaft steht in Kooperation mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, der Freien Universität Berlin und dem dort ansässigen DFG-Projekt „Baukunst und Wissenschaft. Architektenausbildung um 1800 am Beispiel der Berliner Bauakademie“.

Konzeption & Organisation:
Carola Ebert (BAU International Berlin), Eva Maria Froschauer (BTU Cottbus-Senftenberg), Christiane Salge (BBAW und FU Berlin)

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Veranstaltungsort: Freie Universität Berlin, „Holzlaube”, Fabeckstr. 23-25, 14195 Berlin, Raum 2.2058/2.2059

Anreise BVG: U3, Bahnhof Dahlem Dorf, zur Orientierung siehe: www.fu-berlin.de/redaktion/orientierung/dahlem/index.html (mit Anfahrtsbeschreibung, Lage- und Raumplänen)

Siehe auch: http://www.architekturwissenschaft.net/pdfs/Programm_Forum_Architekturwissenschaft_2016.pdf

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Quelle: Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V.

Veranstaltungskalender (Anzahl 3)

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